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Mein Rhabarber blüht, kann ich ihn jetzt noch essen?

4. Januar 2013

In diesem Jahr blüht nachdem ich den Garten im 4. Jahr habe eine der Rhabarberstauden. Eine sehr imposante Blüte. „Die musst du abschneiden, die nimmt die ganze Kraft weg“, meinte mein Gartennachbar direkt ohne mit einem Wort die Schönheit der Blüte zu würdigen. Die Rhabarberblüte abschneiden, wieso eigentlich?

Rhabarber blüht

Problematisch ist die Oxalsäure, die in Pflanzen Salzkristalle bildet, die giftig sind. Rhabarber enthält vor allem in den Blättern und grünen, also unreifen Stielen, Oxalsäure. Das schmeckt man auch:

unglaublich sauer, hinterlässt einen stumpfen Geschmack auf der Zunge und den Zähnen.

Daran merkt man es auch schon. Sie greift Schleimhäute an. In hoher Konzentration ist Oxalsäure giftig.

Im Darm wird Oxalsäure mit dem wichtigen Nährstoff Calcium zu Calciumoxalat. Das ist der Hauptbestandteil von Nierensteinen. Zitronensäure verhindert dagegen den Aufbau der Steine. Es wäre günstig für diejenigen, die Probleme mit den Nieren haben, sich oxalsäurearm und gleichzeitig ‚Vitamin C-reich‘ zu ernähren. Das enthaltene Vitamin C, also die Zitronensäure, unterstützt gleichzeitig die Aufnahme des Calciums, was auch denjenigen hilft die unter Osteoporose leiden und jedes Nanogramm Calcium benötigen.

Leider ist Rhabarber nicht die einzige Pflanze, die diesen ‚Antinährstoff‘ enthält. Auch
Spinat, Rote Beete, Kakao oder Tee enthalten Oxalsäure.
Pflanzenoxalsaeure

Ich habe den Selbsttest gemacht. Man kann die Oxalsäure in Rhabarber gut erschmecken. Wenn man von Rhabarberstängeln, die schön rot sind ca. 10 cm der oberen und unteren Seite abschneidet, ihn schält, dann genießt man eine zarte Säure, die nicht so ein starkes Stumpfheitsgefühl auf den Zähnen hinterlässt. Es ist nicht unangenehm. Wenn es zu unangenehm sauer ist. Lieber die Finger davon lassen.

Angezapfte Quellen:
www.mineralienatlas.de
www.christine-knauf.de

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